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Erschöpfung, Burnout und depressive Verstimmung
 

Sie machen weiter. Es fällt niemandem auf, und wenn jemand fragt, sagen Sie, dass es viel ist, aber machbar.

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Was von außen nicht zu sehen ist: dass dieselbe Arbeit heute mehr kostet als vor zwei Jahren. Dass kein Puffer mehr da ist – ein Termin, der dazwischenkommt, wirft nicht um, drei aber schon. Dass die Freundlichkeit für die Kollegen reicht und für die Menschen zu Hause manchmal nicht mehr.

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Vielleicht ist auch das Wochenende nicht mehr das, was es war. Sie erholen sich, aber die Erholung hält nicht bis Dienstag.

Und vielleicht ist es das, was am meisten irritiert: dass die Dinge, auf die Sie sich früher gefreut haben, immer noch da sind – nur die Freude ist es nicht.

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Burnout oder Depression – und warum die Frage wichtig ist
 

Die beiden Begriffe werden häufig durcheinandergebracht, auch von Fachleuten. Dabei ist der Unterschied für Sie praktisch bedeutsam.

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Burnout ist keine Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation führt es nicht als Erkrankung, sondern als berufsbezogenes Phänomen – ein Zustand, der aus chronischem, nicht bewältigtem Arbeitsstress entsteht. Beschrieben wird er über drei Merkmale: Erschöpfung, wachsende innere Distanz oder Zynismus gegenüber der Arbeit, und das Gefühl, weniger zu leisten als früher. Charakteristisch ist der Bezug zum beruflichen Kontext. 

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Eine Depression ist eine Erkrankung mit klar definierten Kriterien. Sie ist nicht an einen Lebensbereich gebunden. Die Niedergeschlagenheit ist auch im Urlaub da, das Interesse kehrt nicht zurück, wenn die Belastung nachlässt, und häufig kommen Schuldgefühle, Wertlosigkeitsgefühle oder frühmorgendliches Erwachen hinzu.

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In der Praxis sind die Übergänge fließend. Fachlich wird Burnout heute eher als Prozess verstanden, der eine Depression begünstigen kann – und viele Menschen kommen in einem Zustand, in dem beides ineinandergreift. Deshalb ist die erste Frage nicht, welches Etikett passt, sondern wie weit der Prozess fortgeschritten ist und wer die richtige Hilfe leistet.

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Warum Ausruhen nicht reicht
 

Wahrscheinlich haben Sie es versucht. Ein längeres Wochenende, zwei Wochen weg, weniger Termine für einen Monat.

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Erschöpfung dieser Art ist kein Energiedefizit, das sich durch Pausen auffüllen lässt. Sie entsteht, wenn ein System dauerhaft in Bereitschaft steht und das Umschalten in Erholung nicht mehr zuverlässig gelingt. Ruhe von außen bringt dann wenig, wenn die Aktivierung von innen weiterläuft – das kennen Sie vermutlich daran, dass Sie im Urlaub in den ersten Tagen unruhiger sind, nicht ruhiger.

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Und es gibt einen zweiten Grund, der schwerer zu sehen ist. Für viele Menschen ist das Weitermachen nicht nur Pflicht, sondern auch Schutz. Solange etwas zu tun ist, muss nichts gespürt werden. Die Erschöpfung ist dann kein Versagen des Systems, sondern der Preis einer Lösung, die lange funktioniert hat.

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Warum Verstehen nicht reicht
 

Die meisten Menschen, die deshalb zu mir kommen, haben eine gute Erklärung. Sie können benennen, welche Jahre zu viel waren und welche Entscheidungen sie heute anders träfen.

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Und trotzdem ändert die Erklärung nichts.

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Einsicht und Regulation sind zwei verschiedene Systeme. Zu wissen, dass man weniger arbeiten müsste, verändert nicht, was passiert, wenn man es tut – nämlich häufig Unruhe statt Erleichterung.

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Wirkt Hypnose bei Depressionen?
 

Zur Entstehung von Depressionen gibt es verschiedene Theorien und Modelle der unterschiedlichen psychotherapeutischen Richtungen. In vielen Fällen spielt allerdings die sogenannte Problemtrance eine entscheidende Rolle. Die betreffende Person ist auf ihre negativen Gefühle fokussiert und assoziiert sich zudem mit all ihren negativen Erfahrungen. Positive Erfahrungen sind dann nicht mehr zugänglich, Lösungsmöglichkeiten für aktuelle Herausforderungen werden nicht wahrgenommen. Das Leben erscheint dann perspektivlos. Diese Fähigkeit, nach innen zu gehen, ist es, die wir während der Hypnotherapie nutzen wollen. 

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Hypnose ist ein traditionelles Heilverfahren, welches nach neusten neurobiologischen Erkenntnissen einen Zustand veränderter mentaler Verarbeitung (hypnotische Trance) herbeiführt, in der die Aufmerksamkeit fokussiert und die Absorption in Vorstellungen gesteigert ist. In der Folge entsteht eine höhere Durchlässigkeit zu körperlichen Prozessen, zur Erinnerung, zu innerem emotionalen Erleben, ein eher intuitiver Zugang zu Bildern sowie eine erhöhte Suggestibilität. Und genau diese Effekte ermöglichen eine erfolgversprechende Behandlung von leichten bis mittelgradigen Depressionen.​

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Hypnotherapeutisches Vorgehen bei Depressionen
 

Hypnotherapie oder auch hypnosystemische Therapie stellt eine relevante und moderne Behandlungsform dar, die sich durch ihre ganzheitliche psychosomatische Herangehensweise auszeichnet. Genau das ist der Grund, weshalb ich mit dieser und anderen Techniken in der Kombination arbeite. Es geht immer um eine ganzheitliche Betrachtung.

 

Ich arbeite so, dass ich körperliche und seelische Prozesse miteinander verbinde. 

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Im Kontext der vielfältigen Erscheinungsformen von Depression – somatisch, kognitiv, affektiv und sozial – zielt die Behandlung darauf ab, zunächst dort anzusetzen, wo Sie am empfänglichsten sind.

 

Hypnose und hypnosystemische Therapie fokussiert sich weniger auf die Ursachenforschung und Diagnostik als vielmehr auf die Lösung von Problemen und die Aktivierung von individuellen Ressourcen. Dies betont die Wichtigkeit einer maßgeschneiderten Therapie, die sich nach Ihren spezifischen Bedürfnissen richtet.

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Wie ich arbeite
 

Zuerst klären wir, wo Sie stehen. Das ist bei diesem Thema kein Formalismus: Ob es sich um eine Erschöpfung im engeren Sinn handelt oder um eine depressive Episode, entscheidet darüber, ob Sie hier richtig sind.

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Wenn wir arbeiten, dann an drei Stellen: an der Fähigkeit, überhaupt wieder herunterzufahren; an dem, was passiert, wenn nichts zu tun ist; und an der Frage, was das Weitermachen bisher in Schach gehalten hat. Denn für viele ist die Betriebsamkeit nicht nur Last, sondern auch Schutz: Solange etwas zu tun ist, muss nichts gespürt werden. Wer nur die Erschöpfung behandelt, ohne das mitzudenken, kommt selten weit.

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Das Letzte ist meist das Entscheidende – und der Grund, warum reine Entspannungsverfahren hier oft nicht reichen.

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Rahmen - Ablauf, Dauer, Kosten
 

Wir beginnen mit einem kostenfreien Kennenlerngespräch von etwa zwanzig Minuten am Telefon. Danach folgen in der Regel acht bis zwölf Sitzungen. Bei Erschöpfungszuständen ist der Verlauf selten geradlinig – häufig verändert sich zuerst der Schlaf, dann die Belastbarkeit, und zuletzt die Frage, wie es weitergehen soll.​​

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Selbsttest
 

Leide ich unter einer Depression?

 

01

Ich fühle mich seit mindestens zwei Wochen niedergeschlagen.

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03

Ich fühle mich müde und antriebslos.

05

Mein Schlafverhalten ist gestört. Ich habe Einschlafschwierigkeiten, wache früh auf und fühle mich einfach nur schlapp.

02

Ich habe seither keine Lust auf irgendetwas. Meine Freude ist wie weggeblasen.

04

Ich habe Schwierigkeiten, mich zu konzentrieren.

06

Ebenso fühle ich mich häufig gereizt, mein Selbstwert ist im Keller, Lust auf Sex habe ich auch nicht, außerdem esse ich zu wenig.

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Sollten Sie einige dieser Fragen mit »Ja« beantwortet haben und sich in ihrem Alltag eingeschränkt fühlen, empfehle ich Ihnen, ärztlichen oder therapeutischen Rat einholen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie sich in einer depressiven Episode befinden. 

Bitte beachten Sie, dass das Leben einer natürlichen Rhythmik unterliegt und wir alle ab und an einmal verstimmt sind und uns abgeschlagen fühlen. Entscheidend ist, wie lange Sie unter bestimmten Symptomen leiden.

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Weitere Angebote
 

1

Nicht immer lassen sich körperliche Symptome wie Schmerzen, Schwindel oder Verdauungsstörungen auf eindeutige Ursachen zurückführen. 

In der Psychosomatik betrachten wir uns die Wechselwirkung zwischen Psyche (Seele) und Soma (Körper); bzw. den Dialog zwischen Seele und Körper:

Geh Du vor, sagt die Seele zum Körper, auf mich hört er nicht. Vielleicht hört er auf Dich.

Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für dich haben,

sagt der Körper zur Seele. (Ulrich Schaffer)

 

 

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2

Das Phänomen der Angst ist jedem aus dem eigenen Erleben bekannt. Angst gehört zu den existenziellen Grunderfahrungen des Menschen. Wenn man einer gefährlichen Situation ausgesetzt ist, wird eine Kampf-oder-Flucht-Reaktion ausgelöst. 

Bei pathologischen Ängste wie Panikstörung oder Agoraphobie reagiert unser System nicht auf reale Bedrohungen, sondern nimmt diverse Eindrücke als Bedrohung wahr. Unser System wird quasi von der Angst beherrscht. Diese Formen der Angst können sich auf alle Lebensbereiche auswirken. Beziehungs-, Familien- und Arbeitsleben können beeinträchtigt sein. 

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3

Nachts wachzuliegen und zu spüren, wie der Kopf unaufhörlich weitermacht, ist eine Erfahrung, die fast jeder kennt. Wenn es draußen still wird, schaltet das Gehirn oft keineswegs ab; stattdessen beginnen Gedanken, To-Do-Listen und emotionale Themen des Tages in einer Dauerschleife zu kreisen. Verantwortlich dafür sind unter anderem biologische Prozesse wie der sogenannte Schlafdruck und unser innerer Biorhythmus, die aus dem Takt geraten können, während der Kopf im aktiven Verarbeitungsmodus festhängt. Die Befürchtung, nicht schlafen zu können, erzeugt dabei zusätzlichen Druck – ein Teufelskreis, der das Nervensystem in Alarmbereitschaft hält und das ersehnte Einschlafen blockiert.​​​

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